Kapitel 1 – Einführung & Grundlagen
Folien: 📄 01-basics.pdf
Was ist Computational Geometry?
Computational Geometry (algorithmische Geometrie) befasst sich mit Entwurf und Analyse von Algorithmen und Datenstrukturen für geometrische Probleme. Die Probleme kommen u.a. aus:
- Computergrafik
- Visualisierung
- Geoinformationssystemen (GIS)
- Computer Vision und Mustererkennung
- Robotik
Als eigenständige Disziplin hat sich das Gebiet zwischen 1975 und 1980 etabliert. Ein Meilenstein ist die Dissertation von Michael Shamos (1978), aus der später das Buch von Preparata/Shamos wurde.
Der Fokus liegt dabei weniger darauf, dass man ein geometrisches Problem lösen kann (naiv geht fast alles), sondern darauf, es effizient zu lösen. Und das heißt: mit nachweisbarer, möglichst optimaler asymptotischer Laufzeit. Deshalb gehören zu den Grundlagen auch das Berechnungsmodell und das O-Kalkül.
Aufbau des Kapitels
| Abschnitt | Inhalt |
|---|---|
| 1.1 Typische Probleme | Fünf Motivationsbeispiele, die jeweils zu einem späteren Kapitel führen |
| 1.2.1 Geometrische Objekte | Punkte, Vektoren, affine Räume, Strecken, Geraden, Polygone |
| 1.2.2–1.2.3 Primitive Operationen & Rechenmodell | Was „konstante Zeit“ heißt, Orientierungstest, Real RAM |
| 1.2.4–1.2.5 Laufzeit & O-Kalkül | Laufzeitfunktionen, |
| 1.2.6 Master-Theorem | Laufzeit von Divide-and-Conquer-Rekursionen |
Abschnitt 1.2.7, das Beispiel 2D-Hülle, wird in Kapitel 2 ausführlich behandelt.