64 Bit = 1 Bit Vorzeichen + 11 Bit Exponent + 52 Bit Mantisse.
Exponent (Tafel): Mit 11 Bit lassen sich ein Vorzeichen und Exponenten von 0 bis
20+21+⋯+29=210−1=1023
darstellen.
Korrektur zum Aufschrieb
Im Heft steht 210−1=2023. Richtig ist 210−1=1023.
Wertebereich und Genauigkeit (Tafel): Wegen 21023≈10308 lassen sich mit 64 Bit alle reellen Zahlen im Bereich
10−308<∣x∣<10308
mit einer relativen Genauigkeit von eps≈1.1⋅10−16, also etwa 16 Dezimalstellen, darstellen.
Korrektur zum Aufschrieb
Im Heft steht für die relative Genauigkeit 2−50. Mit 52 gespeicherten Mantissenbits (plus implizite 1) ist die Maschinengenauigkeit beim Runden eps=2−53≈1.1⋅10−16, so steht es auch auf 📄 Folie §1/2. Manche Bücher nennen den Abstand von 1 zur nächsten Maschinenzahl, 2−52≈2.2⋅10−16, „eps“ (so z.B. DBL_EPSILON in C). In beiden Fällen: rund 16 Dezimalstellen.
Ergänzung: so ist IEEE 754 wirklich aufgebaut
Der Exponent wird nicht mit Vorzeichenbit gespeichert, sondern mit Bias 1023: gespeichert wird b+1023∈{1,…,2046}. Die Werte 0 und 2047 sind für Sonderfälle reserviert (Null und subnormale Zahlen bzw. ±∞ und NaN). Die Idee aus der Vorlesung („ein Bit für das Vorzeichen, zehn für den Betrag, also bis ≈1023“) liefert dieselbe Größenordnung.
Also 5.555…−0.7≤a.bcd…≤5.555…+0.7, d.h. 4.85…≤a.bcd…≤6.25…
⇒ Die 16. Ziffer kann nur 4, 5 oder 6 sein. Bis zur 15. Stelle ist alles sicher.
Beispiel: Assoziativität geht verloren (Folie §1/3)
Mit E=10, N=16. Mathematisch sind alle vier Zeilen gleich 137:
Rechnung (links nach rechts)
Ergebnis
1020+17−10+130−1020
0
1020+17−1020−10+130
120
1020−1020+17−10+130
137 ✔
1020+17+130−1020−10
−10
Warum?1020+17=100000000000000000017 hat 21 Stellen. Mit 16 Stellen wird daraus wieder 1020, die 17 ist weg. Dasselbe passiert mit −10 und +130. Sobald 1020 im Zwischenergebnis steckt, werden alle kleinen Summanden „verschluckt“. Erst nach −1020 zählen sie wieder.
Zeile 1: alles bis −1020 wird verschluckt ⇒ 0.
Zeile 2: 17 verschluckt, danach −10+130=120.
Zeile 3: die großen Zahlen heben sich zuerst auf ⇒ exakt.
Zeile 4: 17 und 130 verschluckt, nur −10 überlebt.
Faustregel
Beim Summieren erst die kleinen Beträge zusammenzählen, dann die großen. Noch besser: große Zahlen mit entgegengesetztem Vorzeichen zuerst verrechnen.